Eine neue Studie von Barracuda zeigt den Bedarf an Cybersecurity-Anbietern, die Risiken in verständlicher Sprache erklären, die Resilienz stärken und die KI-Sicherheit unterstützen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Nachfrage nach MSP-Unterstützung wird durch Vertrauens- und Kompetenzlücken getrieben – nicht durch höhere Vorfallraten.
- Kunden wünschen sich stärkere Resilienz, spezialisierte Fachkompetenz und Unterstützung für KI-Security.
- MSPs können sich durch klare Kommunikation, Verständnis für geschäftliche Belange und strategische Beratung von anderen abheben.
Die Chancen für MSPs waren noch nie so groß, doch Kunden suchen mehr als jemanden, der ihre Sicherheitstools verwaltet. Sie brauchen einen Partner, der ihnen hilft, Risiken zu verstehen, ihre Resilienz aufzubauen und bessere Entscheidungen über die nächsten Schritte zu treffen. Gleichzeitig wird von Sicherheitsteams erwartet, den Ausbau digitaler Geschäftsabläufe zu unterstützen, neue Technologien einzuführen und auf sich wandelnde Bedrohungen zu reagieren – oft bei erheblichen Qualifikationslücken und ohne zusätzliche Ressourcen. Damit kommt Managed Service Providern (MSPs) eine entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, ressourcenbeschränkte Unternehmen beim Schließen der Lücke zu unterstützen.
Der neue Bericht von Barracuda Research, Was MSP-Kunden als Nächstes brauchen: vom Backoffice bis in den Vorstand, basiert auf unserer internationalen Umfrage unter IT- und Security-Fachkräften in Unternehmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitern. Die Ergebnisse zeigen, dass Kunden zusätzliche Unterstützung benötigen. Die meisten Unternehmen (66 %) lagern Security-Dienstleistungen bereits an einen MSP aus, während weitere 29 % Anbieter in Betracht ziehen oder prüfen.
Für MSPs stellt das eine enorme Chance dar. Doch um diese Chance zu nutzen, müssen wir anders über den Mehrwert nachdenken, den wir bieten. Die Studie zeigt, dass es für die Gewinnung und Bindung von Kunden darauf ankommen wird, mehr als nur technischen Schutz zu bieten. Da Cybersecurity zu einer zentralen geschäftlichen Priorität wird, wünschen sich Unternehmen zunehmend einen Cybersecurity-Partner, der die Resilienz stärken, Risiken aus betriebswirtschaftlicher Sicht erläutern und ihnen helfen kann, sich in einer von KI-gesteuerten Bedrohungslandschaft zurechtzufinden.
Mangelndes Vertrauen in die Security – nicht die Zahl der Vorfälle – treibt die Nachfrage an
Organisationen, die einen MSP in Betracht ziehen, haben nicht wesentlich mehr Security-Vorfälle als bestehende MSP-Kunden oder Organisationen, die Security intern verwalten. Der eigentliche Unterschied ist das Vertrauen.
Potenzielle MSP-Kunden sind weniger zuversichtlich, Bedrohungen erkennen, Vorfälle untersuchen und sich schnell erholen zu können.
Unter den potenziellen MSP-Kunden machen sich 59 % Sorgen über KI-bezogene Bedrohungen, von KI-generiertem Phishing und Social Engineering bis hin zu Shadow AI. Weitere Sorgen betreffen den Umgang mit Ransomware, Angriffen auf Identitäten und kompromittierten Mitarbeiterkonten.
Sie suchen nicht einfach nur nach zusätzlichem Personal. Nur 23 % sagen, dass mehr Personal den größten Einfluss auf die Security hätte. Sie legen größeren Wert auf bessere Sichtbarkeit, KI-gestützte Erkennung und Untersuchung, spezialisierte Fachkompetenz und mehr Zeit für Prävention.
Kunden benötigen Resilienz ebenso wie Schutz
Potenzielle MSP-Kunden reagieren in jeder Phase der Reaktion und Wiederherstellung langsamer als bestehende Kunden – von der Erkennung verdächtiger Aktivitäten und der Untersuchung von Vorfällen bis zur Eindämmung von Angriffen und der Wiederherstellung des Betriebs. Nur 29 % können kompromittierte Konten sichern und den Betrieb innerhalb weniger Stunden wiederherstellen, während 9 % länger als eine Woche benötigen oder dies nicht durchgehend leisten können.
Ihre Resilienz ist noch nicht auf dem erforderlichen Niveau. Etwa 4 von 10 potenziellen MSP-Kunden geben an, dass zentrale Fähigkeiten – darunter Security-Richtlinien, Transparenz über Assets, Führung und eine Security-Kultur – noch in einem frühen Entwicklungsstadium oder nur teilweise etabliert sind. Kunden benötigen Unterstützung dabei, sich auf Störungen vorzubereiten, während eines Vorfalls schneller Entscheidungen zu treffen und sich mit minimalen Auswirkungen auf das Geschäft zu erholen. Hier können MSPs einspringen und zu vertrauenswürdigen Security-Partnern werden.
Technische Exzellenz ist unerlässlich, reicht aber nicht aus
Bestehende MSP-Kunden machen deutlich, dass ein starker Schutz weiterhin nicht verhandelbar ist: 95 % sagen, dass technische Exzellenz wichtig ist. Doch technische Kompetenz allein reicht nicht aus. Insgesamt legen 78 % Wert auf Kommunikation, Vertrauen und die Qualität der Beziehung, während 80 % relevante Fachkompetenz und Verständnis für geschäftliche Belange schätzen. Klare Kommunikation beeinflusst auch die Wahl des Anbieters: 40 % der Kunden geben an, dass sie einen MSP teilweise deshalb gewählt haben, weil dieser Risiken, Vorfälle und nächste Schritte in verständlicher Sprache erklären kann.
Kunden wünschen sich einen Anbieter, der ihre Branche und die betrieblichen Herausforderungen versteht, das Vertrauen der Unternehmensführung gewinnen kann und technische Risiken in geschäftliche Auswirkungen übersetzen kann. Mit anderen Worten wünschen sie sich Menschen, die erklären können, was geschieht, was das bedeutet und was als Nächstes geschehen sollte.
Die Wachstumschance für MSPs: eine Cybersecurity-Partnerschaft mit höherem Mehrwert
Die Rolle des MSP verändert sich. Kunden wollen nicht nur jemanden, der Technologie verwaltet. Sie wollen einen Cybersecurity-Partner, der ihr Geschäft versteht. Das schafft eine echte Wachstumschance für MSPs, die großartige Technologie mit Fachkompetenz, Resilienz und klarer geschäftlicher Beratung kombinieren können.
Für MSPs geht es nicht nur darum, einen besseren Security-Service zu bieten. Es ist eine Chance, die Kundenbeziehung zu vertiefen, die angebotenen Dienstleistungen auszuweiten und mehr wiederkehrenden Mehrwert zu schaffen. MSPs, die Technologie mit Geschäftsergebnissen verknüpfen, sind deutlich besser aufgestellt, um gemeinsam mit ihren Kunden zu wachsen.
Die Einführung von KI wird diese Chance noch wertvoller machen. Unternehmen benötigen Unterstützung nicht nur bei der Abwehr KI-gestützter Angriffe, sondern auch bei der Steuerung der KI-Nutzung, der Kontrolle sensibler Informationen und der Verringerung von Risiken in KI-gestützten Arbeitsabläufen.
Kunden benötigen mehr Hilfe, nicht mehr Komplexität. Jene MSPs, die erstklassige Security, vertrauenswürdige Fachkompetenz und klare geschäftliche Beratung kombinieren, können mehr als reine Dienstleister sein. Sie können zu unverzichtbaren Partnern für die Betriebsabläufe und das Wachstum ihrer Kunden werden.
Bericht zur Qualifikationslücke im Bereich Cybersecurity: KI-Risiko steht ganz oben auf der Liste
Die Umfrage von Barracuda unter 2.000 Security-Führungskräften ergibt, dass 94 % über Kompetenzlücken bei der Cybersecurity berichten, während KI gleichzeitig Einstiegspositionen im Security-Bereich reduziert, die zur Ausbildung künftiger Sicherheitsverantwortlicher beitragen.
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