Microsoft Azure

Kunde Q&A: Cloud-Architekt und -Ingenieur Reinout Pennings

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Reinout Pennings hat eine beachtliche Erfolgsbilanz als Cloud- und Barracuda-Spezialist aufzuweisen. Nach 12 Jahren bei der Versicherungsgesellschaft Achmea als Infrastrukturspezialist, Teamleiter für Webhosting, leitender SharePoint-Ingenieur und zuletzt leitender Cloud-Ingenieur ist Pennings seit September 2021 als Cloud-Architekt und -Ingenieur für das niederländische IoT-Unternehmen InnoTractor BV tätig. In dieser Zeit hat Pennings umfangreiche Erfahrungen mit IT-Umgebungen von Unternehmen und mit dem Übergang zur Cloud gesammelt. Er betrachtet Microsoft Azure als eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre und Barracuda als einen der Hauptakteure.

Q&A mit Reinout Pennings

Reinout PenningsWas ist das Besondere an Azure?

Mit Azure konnte Microsoft erfolgreich ein vollständiges IT-Ökosystem für Unternehmen aufbauen. Nach intensiver Lobbyarbeit konnten wir bei Achmea die Genehmigung für den Einsatz von Azure als logischen nächsten Schritt erwirken. Ursprünglich wurde die Cloud mit einem gewissen Misstrauen betrachtet. Das lag daran, dass das Konzept noch relativ neu und nicht „lokal“ war, sondern sich im Besitz eines großen amerikanischen Unternehmens befand. Dies führte zu allen möglichen Problemen und Bedenken wie Sicherheit, Compliance, Kosten, usw. Es war unsere Aufgabe, eine Cloud-Umgebung mit Entwicklungsarbeitsplätzen als Proof-of-Concept aufzubauen, die die gleichen Dinge wie in der traditionellen Umgebung unseres privaten Rechenzentrums leisten konnte – unter der Voraussetzung, dass sie billiger, schneller und besser war. Der unsägliche Erfolg von Azure liegt an der Tatsache, dass es ein komplettes Ökosystem und einen hervorragenden Rahmen für die Operationalisierung von Azure bereitstellt. Microsoft hat viel investiert, um die Arbeit mit dieser virtualisierten Infrastruktur so einfach wie möglich zu gestalten und sie durch die Einrichtung des Azure Resource Managers zu standardisieren.

Was waren die wichtigsten Herausforderungen bei der Umstellung auf Azure?

Viele IT-Prozesse werden noch immer manuell durchgeführt, und gerade in großen Unternehmen gibt es viele verschiedene Arbeitsweisen. Unser Ziel bei Achmea war es, so viel wie möglich zu automatisieren und zu standardisieren. Es ist nie klug, etwas manuell zu erledigen und es ständig zu wiederholen. Man muss sich fragen: „Warum mache ich das?“, auch wenn man diese Aufgabe vielleicht nur ein paar Mal im Jahr erledigt. Wenn man jedes Mal einen Tag mit dieser Aufgabe verbringt, schafft man keinen zusätzlichen oder neuen Wert. Die Automatisierung bietet immer den Vorteil, Ressourcen freizusetzen und so Raum für Innovation und Optimierung zu schaffen, weil man immer weniger betrieblichen Ballast oder technische Schulden hat. Dank Azure und seinem Ökosystem haben wir mit der Automatisierung aller IT-Prozesse begonnen, die noch manuell durchgeführt wurden. Zu dem Zeitpunkt gab es zwei Anbieter, die sich auf Cloud-Netzwerke in Azure konzentrierten, und Barracuda war einer davon. Wir haben uns wegen unserer Anforderungen und der zusätzlichen von Azure angebotenen Optionen für Barracuda entschieden.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung von Barracuda in Azure?

In den ersten Jahren hatte Azure sicherlich einige Einschränkungen. Zum Beispiel gab es noch keine Routing-Funktion und nur eingeschränkte Optionen zum Steuern des Datenverkehrs. Es bot keine Lastausgleichs- oder Redundanzfunktionen in Verbindung mit zustandsbehaftetem Netzwerkverkehr. Barracuda war das erste Unternehmen, das zusammen mit Microsoft die dafür erforderlichen Funktionen in Azure bereitstellte, die Barracuda dann auf der Grundlage seiner Firewall-Lösung nutzen konnte. Im Laufe der Zeit wurden weitere Funktionen zu Azure hinzugefügt. Und wenn keine Integrationslösung erhältlich war, haben wir versucht herauszufinden, wie wir die Funktionen am besten in Barracuda nutzen können. Manchmal hatte ich Ideen, die den Entwicklungen bei Barracuda voraus waren, und so kam ich irgendwann mit dem für Barracuda CloudGen Firewall verantwortlichen Programmmanager bei Barracuda in Kontakt. Danach standen wir in regelmäßigem Kontakt und tauschten uns über die Herausforderungen aus, die die Cloud auf Netzwerkebene mit sich bringt, sowie über neue Funktionen für das Betriebsmanagement. Dabei konnte ich Barracuda Informationen darüber liefern, warum eine bestimmte Funktionalität für große Unternehmen wichtig ist, und wie man dies mit Barracuda CloudGen Firewall lösen kann. Ich konnte ihnen auch zeigen, wie ich mit Microsoft Azure eine Lösung erreicht hatte, die Barracuda noch nicht in Betracht gezogen hatte.

Wie unterscheidet sich Barracuda in diesem Bereich von anderen?

Zu Beginn hatten Barracudas große Netzwerk-Wettbewerber überhaupt keine große Präsenz in der Cloud. Ich hatte sogar das Gefühl, dass die großen Akteure die Cloud nicht einmal in Betracht ziehen wollten. Stattdessen hielten sie es für einen unerwünschten Schritt, weil die Cloud natürlich ihren Markt für Hardware-Appliances beeinträchtigte. Barracuda verfolgte einen ganz anderen Ansatz. Sie haben die Bedeutung der Cloud erkannt. Sie haben erkannt, dass es besser ist, sich von Anfang mit der Cloud als neue Realität anzufreunden, weil sie sonst zu viel verpassen würden. Barracuda ist nach wie vor führend bei den neuen Netzwerkinnovationen rund um Azure. Wenn man sich die Entwicklung anderer bekannter Lieferanten in Bezug auf Azure ansieht, scheint es, als würden sie mehr oder weniger stagnieren. Oft haben sie ihre traditionelle Anwendungssoftware in die Cloud verlagert, ohne die Funktionen und Integration von Azure zu prüfen. Im Gegensatz dazu verbessert Barracuda seine Firewall-Lösung für Azure ständig mit Blick auf das Microsoft-Azure-Netzwerk.

Wir finden auch, dass sie ein offenes Ohr für unsere Ideen zu neuen Funktionen und/oder Optionen haben und bereit sind, diese mit uns zu diskutieren.

Ich spreche immer noch regelmäßig mit Barracuda über diese Probleme, obwohl ich derzeit andere Netzwerkebenen ansehe, da InnoTractor die Cloud für unsere IoT-SaaS-Lösungen nutzt. Und ich sehe dort auch viele Möglichkeiten, vor allem weil der Fokus auf der direkten Nutzung des Azure-Frameworks für die SaaS-Lösungen von InnoTractor liegt. Ich freue mich immer, wenn ich dieses Wissen mit Barracuda teilen kann, und die Antwort von Barracuda ist immer „Großartig! Wie können wir dabei helfen?“. So entstand eine wirklich gute Partnerschaft mit meinem jetzigen Arbeitgeber, InnoTractor. Unser Ziel ist unverändert: Wie kann Barracuda seine Produkte weiter verbessern, damit sie unsere Anforderungen noch besser erfüllen können. Es ist also eine echte Win-Win-Situation.

Sie sind sehr aktiv in der Nutzer-Community von Barracuda. Wie wichtig ist Ihnen das?

Die Mitarbeit in der Nutzer-Community macht mir Spaß, und ich tue es gerne. Mein Hintergrund und meine Erfahrungen mit Barracuda und Microsoft Azure bedeuten, dass es immer Themen und Herausforderungen gibt, mit denen ich anderen helfen kann. Und indem ich anderen Menschen helfe, helfe ich auch mir selbst, weil sie die Dinge auf eine andere und manchmal neue Weise betrachten. Die Gespräche, die ich mit anderen Nutzern führe, und das Feedback, das ich erhalte, erweitern mein Wissen und ermöglichen es mir, Dinge weiter zu verbessern.

Reinout ist der erste Barracuda „Most Valued Professional“ (MVP) und ein aktiver Mitarbeiter der Barracuda Kunden-Community über das Barracuda Advocacy Programm „Barracuda Insiders“.

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