Identitätsdiebstahl

Die wahren Kosten des Identitätsdiebstahls (es ist schlimmer, als Sie denken)

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Eingehende SMS von meinem Kreditkartenunternehmen:

„Hallo Tony, haben Sie Ihre Karte benutzt, um an einer Arco-Tankstelle in Mesa, Arizona drei Gallonen Benzin und eine Packung Kekse zu kaufen? Antworten Sie mit J für Ja und N für Nein.“

Ich antworte mit „N“ und mir wird mitgeteilt, dass ich für diese Gebühren nicht verantwortlich bin und dass ich meine Karte vernichten soll und mir eine neue mit einer neuen Nummer zugeschickt wird.

Wie einfach, oder? Wenn Sie genau wie ich nahe an einem Identitätsdiebstahl vorbeigeschrammt sind, sind Sie sich vielleicht nicht über die volle Wirkung im Klaren, die Identitätsdiebstahlverbrechen auf das Leben und den Lebensunterhalt ihres Opfers haben können.

Glücklicherweise hat das Identity Theft Resource Center (ITRC), eine gemeinnützige Organisation, die Menschen und Unternehmen bei der Vorbeugung und Bewältigung von Identitätsdiebstahlsdelikten unterstützt, kürzlich seinen 2021 Consumer Aftermath Report veröffentlicht. Dieser beruht auf einer Umfrage unter Personen, die sich im vergangenen Jahr mit der Bitte um Hilfe bei der Bewältigung von Identitätsdiebstahl an die Organisation gewandt haben. Die Ergebnisse sind erschreckend, und die Befragten berichten von langanhaltenden, wirklich verheerenden Auswirkungen.

Echte Schäden im echten Leben

Die Aussagen der Opfer zu lesen ist sehr ernüchternd:

  • „Ich war schon immer arm, aber dieses ganze Jahr andauernde Problem hat mein Leben zu einem echten Alptraum gemacht!“
  • „Ich konnte keine Rechnungen bezahlen, habe erhebliche Schulden gemacht, hatte nicht genug Geld für die täglichen Bedürfnisse, und ich kämpfe immer noch mit dem Schuldenberg, weil ich nichts von den Konjunkturpaketen bekommen kann!“
  • „Ich bin obdachlos und das hat mein Leben zerstört.“
  • „Ich kann nicht mehr und gebe auf.“

Die Zahlen

Diese einzelnen Aussagen sind zwar herzzerreißend, aber die Zahlen erzählen die wahre Geschichte. Hier ein kleiner Auszug aus den statistischen Ergebnissen der Umfrage:

  • 75 % der Opfer von Identitätsbetrug im Jahr 2020 im Zusammenhang mit der Pandemie gaben an, dass ihre Probleme im April 2021 noch nicht gelöst waren.
  • 21 % der Opfer geben an, dass sie durch Identitätsmissbrauch mehr als 20.000 USD an Kriminelle verloren haben.
  • 33 % der Opfer hatten während der Pandemie nicht genug Geld, um Lebensmittel zu kaufen oder für Versorgungsunternehmen zu bezahlen.
  • 13 % konnten aufgrund eines Identitätsmissbrauchs keine temporäre oder feste Stelle erhalten.
  • 10 % der vor der Pandemie betroffenen Opfer hatten Suizidgedanken.

Ähnliche Zahlen berichten von Wohnungsverlusten, abgelehnten Anträge auf Arbeitslosenunterstützung, entgangenen Fördergeldern, hohen Schulden bei der Steuerbehörde IRS und vielem mehr.

Demografische Daten der Opfer

Der Bericht enthält auch aufschlussreiche demografische Angaben über die Opfer, die sich mit der Bitte um Hilfe an das ITRC gewandt haben, darunter:

  • 21 % geben an, mehr als 75.000 USD zu verdienen, während 17 % weniger als 20.000 USD pro Jahr verdienen.
  • Während die Zuordnung nach äußerlichen Merkmalen in etwa mit der allgemeinen Bevölkerung übereinstimmt, ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern – 37 % männlich und 63 % weiblich – eindrucksvoll.
  • Das Alter scheint keinen Unterschied auszumachen – alle Altersgruppen waren fast gleich stark vertreten.
  • 61 % verfügten über einen Hochschulabschluss, 25 % über eine abgeschlossene Ausbildung und nur 14 % hatten nur einen Highschool-Abschluss oder eine geringere Ausbildung.
  • 29 % waren wiederholt Opfer.

So schützen Sie sich

Als Einzelperson können Sie eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um das Risiko eines Identitätsdiebstahls zu verringern:

  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kreditauskunft. Unter annualcreditreport.com können Sie beispielsweise Ihre Kreditauskunft von jeder der drei großen Kreditauskunfteien einmal pro Jahr kostenlos abrufen. Sie können sich auch für einen kommerziellen Kreditüberwachungsdienst anmelden, der Sie über signifikante Veränderungen oder verdächtige Ereignisse informiert.
  • Sie können die Auskunfteien bitten, eine Sicherheits- oder Kreditsperre auf Ihre Auskunft zu setzen, die jeden Versuch blockiert, einen Kredit zu erhalten oder z. B. ein Bankkonto unter Ihrer Identität zu eröffnen. Es ist zwar etwas umständlich, da Sie die Sperre jedes Mal aufheben müssen, wenn Sie einen Kredit beantragen wollen, aber das ist die Mühe wert. Dies ist vor allem empfehlenswert für Eltern noch nicht erwachsener Kinder, die ohnehin keine legitimen Kreditanfragen stellen werden.
  • Seien Sie äußerst vorsichtig mit dem, was Sie auf Social Media veröffentlichen. Reagieren Sie niemals auf Beiträge, in denen Sie beispielsweise aufgefordert werden, den Namen Ihrer Band durch die Kombination des Mädchennamens Ihrer Mutter und Ihres Geburtsdatums herauszufinden.
  • Befolgen Sie die Richtlinien zur Verwendung eindeutiger und komplexer Passwörter für alle Online-Konten.
  • Lassen Sie nicht zu, dass Online-Händler Ihre Kreditkarteninformationen speichern, um bei künftigen Einkäufen schneller zur Kasse gehen zu können.
  • Seien Sie auf der Hut vor E-Mail-, Telefon- und Social-Media-Betrug. Im Zweifelsfall löschen. Denken Sie daran, dass seriöse Unternehmen niemals direkt mit Ihnen Kontakt aufnehmen und Sie dann auffordern, Ihre Identität durch Angabe von Passwörtern, Sozialversicherungsnummern oder anderen Anmeldedaten zu bestätigen.

Auf Unternehmensebene können dieselben Sicherheitsstrategien, die Ihre Daten vor Cyberangriffen schützen, auch Ihre Benutzer vor Identitätsdiebstahl bewahren:

  • Implement a modern email security infrastructure that includes robust, AI-powered anti-phishing technology, such as Barracuda Phishing and Impersonation Protection.
  • Helfen Sie all Ihren Benutzern, Phishing-Versuche und andere bösartige E-Mails besser zu erkennen und zu melden – mit einem fortgeschrittenen, computerbasierten Schulungsprogramm wie dem Barracuda Security Awareness Training.
  • Im Allgemeinen sollten Sie beachten, dass Ihre gesamte Sicherheitsinfrastruktur – einschließlich Netzwerk- und App-/API-Sicherheit, E-Mail-Sicherheit, Zugriffskontrollen und Datenschutz – immer auf dem neuesten Stand und für Ihre spezielle Mischung aus Cloud-basierten und On-Premises-Ressourcen geeignet ist. Schwachstellen in jedem dieser Vektoren können ausgenutzt werden, um Informationen zu stehlen, wodurch Ihre Mitarbeiter, Kunden, Partner und andere Personen einem Identitätsdiebstahl ausgesetzt sein können.

Risikobewusstsein ist ausschlaggebend

Ein Blick auf den vollständigen Bericht in einem leicht verständlichen Infografikformat lohnt sich, um sich der negativen Konsequenzen von Identitätsdiebstahl bewusst zu werden.

Und wenn man erst einmal die lang anhaltenden Folgen von Identitätsdiebstahl kennt, die das Leben eines Menschen wirklich zerstören können, dann kann man das nächste Mal, wenn jemand Ihre Kreditkartennummer in einem Bundesstaat benutzt, den Sie nie besucht haben, dankbar sein, dass es nicht viel, viel schlimmer war.

2021 Consumer Aftermath Report des ITRC ansehen

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