Karriere im Bereich Cybersicherheit: Die Qualifikationslücke schließen

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As we enter the third week of National Cybersecurity Awareness Month, the theme turns to cybersecurity and careers. This is an important issue to address for several reasons ranging from international cybersecurity to the physical and mental health of our workforce.

Der Mangel an Fachkräften im Bereich Cybersecurity ist nichts Neues. In diesem Bereich besteht schon seit über einem Jahrzehnt ein Qualifikationsdefizit und es gibt keine Anzeichen dafür, dass es sich in den Jahren vor der globalen Pandemie und der starken Verlagerung zum externen Arbeiten im Homeoffice verbessert hätte. Vereinfacht ausgedrückt ist ein Qualifikationsdefizit die Diskrepanz zwischen den Fähigkeiten eines Arbeitnehmers und den Fähigkeiten, die für eine gute Ausführung einer Arbeit erforderlich sind. Gemäß einem gemeinsamen weltweiten Forschungsprojekt der Enterprise Strategy Group (ESG) und der Information Systems Security Association (ISSA) wirkt sich das Qualifikationsdefizit im Bereich der Cybersecurity negativ auf 57 % der Unternehmen aus. Kurz gesagt, mehr als die Hälfte der Unternehmen weltweit war nicht in der Lage, ihren Bedarf an Cybersecurity adäquat zu decken. Die Auswirkungen, die in dieser Studie festgestellt wurden, umfassen eine erhöhte Arbeitsbelastung der derzeitigen Mitarbeiter (62 %), unbesetzte offene Stellen (38 %) und ein hohes Maß an Burnout beim Personal (38 %).

Die digitale Transformation und die „Great Resignation“

Die digitale Transformation war bereits seit einigen Jahren im Gange. Die Angriffsfläche für Kriminelle hat sich dadurch vergrößert. Durch die Einführung der Public Cloud und das häufig falsch verstandene Modell der geteilten Verantwortung wurden viele Unternehmen anfällig für Angriffe und Missbrauch. Im Jahr 2020 wurden dann die Angriffsflächen durch den weltweiten COVID-19-Lockdown deutlich vergrößert. Millionen von Arbeitnehmern und Schülern waren auf Ressourcen angewiesen, die nicht ordnungsgemäß auf einen gesicherten Fernzugriff eingerichtet waren. Im November desselben Jahres wies Steve Morgan von Cybersecurity Ventures darauf hin, dass sich die jährlichen Kosten der Cyberkriminalität bis zum Jahr 2025 voraussichtlich auf $10,5 Billionen belaufen werden.

Die „Great Resignation“ (der Trend, den Arbeitsplatz zu kündigen) spielt auch in Bezug auf das Qualifikationsdefizit eine Rolle. Untersuchungen zu diesem Lockdown-Phänomen nach der Pandemie zeigen, dass Menschen kündigen, um eine bessere Work-Life-Balance zu gewährleisten. Laut dem bereits erwähnten ESG/ISSA-Bericht ist eine gute Work-Life-Balance in einem Cybersecurity-Beruf nicht möglich. Außerdem haben mehrere Studien gezeigt, dass sich junge Menschen nicht sonderlich für Berufe im Bereich der Cybersecurity interessieren und dass die meisten Schulen dem Thema Technologie im Lehrplan keine Priorität einräumen.

Aufbau einer internationalen Cybersecurity-Belegschaft

Regierungen weltweit nehmen das Thema ernst und fordern alle Staaten auf, sich an der Bekämpfung der Cyberkriminalität zu beteiligen. Internationale Zusammenarbeit ist in mehrfacher Hinsicht notwendig. Die naheliegendste Aufgabe besteht darin, Angreifer und staatliche Geldgeber zur Rechenschaft zu ziehen. Eine weitere Priorität besteht darin, internationale Fachkräfte für Cybersecurity auszubilden.

Die U.S. National Initiative for Cybersecurity Careers and Studies (NICE) bietet viele kostenlose Materialien, anhand derer sich die Öffentlichkeit über Berufe und Ausbildung im Bereich Cybersecurity informieren kann. Diese Zusammenstellung von Videos über Berufsbilder ist besonders hilfreich für Menschen, die sich für Cybersecurity interessieren, aber nicht sicher sind, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten.

Die National Cybersecurity Career Awareness Week findet vom 18.–23. Oktober 2021 statt. Auf der offiziellen Website findet man Informationen zu Veranstaltungen und Aktivitäten im ganzen Land.

 

 

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