Die größten Bedenken von Organisationen im Gesundheitswesen bezüglich Office 365 Backup

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Datensicherheit ist ein wichtiges Thema für alle Unternehmen, denn der Preis für einen Fehltritt – sowohl rechtlich als auch in Bezug auf den Ruf – ist hoch. Doch für Organisationen im Gesundheitswesen ist der sichere Umgang mit sensiblen Patientendaten noch wichtiger.

Die weltweite Umfrage von Barracuda unter IT-Entscheidern zeigt einige der Bedenken auf, mit denen Unternehmen im Umgang mit Backup- und Wiederherstellungsfunktionen für Office 365 konfrontiert sind.

Durch die massive Verschiebung hin zu virtuellem Arbeiten, die durch die COVID-19-Pandemie beschleunigt wurde, ist dies mehr denn je ein Thema. Insbesondere das Gesundheitswesen setzt verstärkt auf Office 365. Pflegeteams mussten zusammenarbeiten und sich beraten können und gleichzeitig sensible Daten schützen. Microsoft Teams war unverzichtbar, um virtuelle medizinische Besuche und Beratungen mit Kollegen zu ermöglichen. Selbst Unternehmen im Gesundheitswesen, die Office 365 bereits vor 2020 genutzt haben, haben ihre Nutzung stark ausgeweitet. So musste beispielsweise MultiCare, ein im Bundesstaat Washington ansässiges Gesundheitsunternehmen mit 10 Krankenhäusern und über 290 Kliniken, im März 2020 innerhalb weniger Tage mehr als 2.000 seiner Mitarbeiter auf die Arbeit von zu Hause aus umstellen. Und das waren nur ihre Büroangestellten. Ärzte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen mussten in der Lage sein, sich zu beraten und Daten auszutauschen – ohne sich im selben Raum zu befinden.

Aber dieses enorme Wachstum der Nutzung und der damit verbundenen Daten hat Probleme mit dem Schutz und der Sicherung von Daten mit sich gebracht. Viele Unternehmen gingen davon aus, dass solche Dienste automatisch aktiviert sind, aber tatsächlich empfiehlt Microsoft selbst die Verwendung von Backup-Lösungen von Drittanbietern, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten. Trotzdem nutzt nur etwa jeder Dritte der von uns Befragten eine Backup-Lösung eines Drittanbieters. Zwar wird von Microsoft eine gewisse native Datenwiederherstellung angeboten, doch diese bietet weder eine granulare Wiederherstellung noch ist sie so einfach zu bedienen, wie es sich die IT-Entscheidungsträger wünschen.

Die Umfrage offenbarte eine Reihe von Bedenken, die je nach Art der Branche und je nach Land variierten.

Die wichtigsten Backup-Bedenken für medizinisches Fachpersonal

Ransomware war ein besonders besorgniserregendes Thema für Fachkräfte im Gesundheitswesen: 75 Prozent gaben an, dass sie über Ransomware-Angriffe auf Office 365 besorgt sind, verglichen mit 70 Prozent in allen Branchen. Knapp die Hälfte aller Organisationen gab zu, selbst Opfer von Ransomware-Angriffen geworden zu sein. Eine erschreckende Zahl von 63 Prozent der Befragten kennt eine Organisation, bei der Daten als Lösegeld erpresst wurden und die mit der Wiederherstellung zu kämpfen hatte.

Trotz dieser Zahlen und trotz spezifischer Bedenken im Zusammenhang mit Office 365 verlässt sich die überwiegende Mehrheit der Befragten immer noch auf die Out-of-the-Box-Tools von Microsoft zur Aufbewahrung von Daten. Wir haben herausgefunden, dass 65,5 Prozent aller Unternehmen sich ausschließlich auf die in Office 365 integrierten Tools zur Datenaufbewahrung verlassen, wobei ein fast identischer Prozentsatz der Organisationen im Gesundheitswesen zustimmt. Dies ist ein erheblich falsches Verständnis der Geschäftsbedingungen von Microsoft. Microsoft sagt, dass sie nur für die Verfügbarkeit des Dienstes verantwortlich sind und keine Haftung für die Sicherung von Kundendaten übernehmen. Dies ist eine riesige Sicherheitslücke, der sich die meisten Gesundheitsdienstleister nicht bewusst sind.

Ein weiteres besonders besorgniserregendes Thema für Gesundheitsdienstleister war der Datenstandort, also der Ort, an dem die Daten einer Organisation gespeichert sind. Unsere Umfrage ergab, dass 73 Prozent der Befragten in Organisationen im Gesundheitswesen sehr oder etwas besorgt darüber sind, dass Daten außerhalb ihres Standorts gesichert werden, im Vergleich zu 66 Prozent der Befragten in anderen Branchen. Dies ist vielleicht nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass medizinische und patientenbezogene Daten besonders sensibel sind, was sich in den Vorschriften vieler Länder und teuren Geldstrafen widerspiegelt.

75% sind besorgt über Ransomware-Angriffe auf Office 365, im Vergleich zu 70% in allen Branchen.Twittern

Aufbruch zu Cloud-nativem Backup

Die Antwort, nach der diese Unternehmen suchen, ist ein Cloud-nativer Software-as-a-Service-Sicherungs- und Wiederherstellungsdienst, der einfach zu bedienen und schnell einsatzbereit ist – also genau die gleichen Faktoren, die sie dazu gebracht haben, sich für Office 365 zu entscheiden. Die Remote-Gesundheitsversorgung erfordert diese Tools für die Zusammenarbeit.

Die globale Reichweite der Umfrage zeigte auch einige interessante regionale Unterschiede auf. Ganze 57 Prozent der Befragten in den USA gaben an, dass sie einen Ransomware-Angriff in ihrer Organisation erlebt haben, verglichen mit nur 7 Prozent der japanischen und 14 Prozent der australischen Befragten.

Die Umfrage wurde vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Centropy im Auftrag von Barracuda durchgeführt. Die Marktforscher sprachen mit 1.828 IT-Entscheidungsträgern in Organisationen mit mehr als 50 Mitarbeitern in Großbritannien, den USA, dem EMEA-Raum und dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Umfrage wurde im Januar 2021 durchgeführt. Den gesamten Bericht können Sie hier herunterladen.

 

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