Lehren aus der Remote-Arbeit

Die Lehren die wir aus 2020 gezogen haben

Druckfreundlich, PDF & E-Mail

Zweifellos brachte das letzte Jahr hauptsächlich negative Aspekte mit sich, jedoch sollten wir das Positive nicht außer Acht lassen.

Die größte Lehre, die man aus 2020 ziehen kann, ist, dass die meisten von uns gezwungenermaßen die ersten Erfahrungen mit der Arbeit im Homeoffice gemacht haben. Selbst Managern, die zuvor zögerten, ihren Mitarbeitern die Arbeit von zu Hause zu gestatten, blieb keine andere Wahl übrig.

Zugegebenermaßen sind wir von einem Extrem ins andere geraten und können auch jetzt nicht selbst entscheiden, ob wir im Homeoffice oder im Büro arbeiten.

Jedoch bot sich vielen Arbeitnehmern zum ersten Mal die Chance, von zu Hause aus zu arbeiten. Und trotz des Widerwillens einiger Manager, die einen gewissen Kontrollverlust befürchteten, leistete die große Mehrheit der Mitarbeiter auch weiterhin gute Arbeit.

Wie sich die Schutzmaßnahmen hinsichtlich der Arbeit im Homeoffice weiterentwickelt haben

Natürlich ist die Arbeit im Homeoffice mit einem erhöhten Risiko verbunden, jedoch lassen sich die Risiken im Vergleich zu vor ein paar Jahren jetzt viel besser kontrollieren. Wir verfügen über die notwendigen Tools, mit denen sich überprüfen lässt, was Mitarbeiter auf ihren Laptops machen und auf welche Netzwerke sie zugreifen. Wir können ein Netzwerk erstellen, das die Sicherheitskriterien von 90% aller Unternehmen erfüllt. Lediglich Unternehmen, die in einem besonders sensiblen Sektor tätig sind, könnten Schwierigkeiten haben, die erforderlichen Kontrollen zu finden und zu implementieren.

Innovativen Unternehmen steht eine riesige Auswahl an Lösungen zur Verfügung. Sie können beispielsweise aus virtuellen privaten Netzwerken, sicheren Portalen, Remote-Desktops, Multi-Faktor-Authentifizierung und Zertifikaten auswählen, um das Risiko eines unberechtigten Zugriffs zu minimieren. Zero Trust Network Access (ZTNA) ist eine zunehmend beliebte Option, um Remotezugriff basierend auf Identität und Kontext zu bieten, nicht nur auf Netzwerkstandorten.

Bei einigen Managern hat sich ein leichtes Panikgefühl eingestellt, weil sie befürchteten, die Kontrolle zu verlieren. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Risikowahrnehmung, die nicht der Realität entspricht. Unternehmen mit einer richtig durchdachten Strategie für externes Arbeiten erhöhen nicht zwangsläufig ihre Angriffsschwachstellen.

Aber es gibt immer noch einiges zu lernen. Viele Unternehmen setzten im März 2020 auf eine Lösung mit Abstrichen, da allgemein die Ansicht vertreten wurde, dass alle Mitarbeiter bald wieder im Büro arbeiten würden. Es kam zu einigen Fehlern, die Unternehmen jetzt unbedingt beheben sollten, soweit sie dies noch nicht getan haben.

Letztes Jahr suchten unsere Kunden oft nach einer schnellen Lösung, um den Fernzugriff zu ermöglichen. Mittlerweile sind die Anfragen anspruchsvoller geworden. Anstatt lediglich VPNs einzurichten, sorgen Unternehmen nun dafür, dass sie Protokolldateien führen, den Zugriff überprüfen und die globale Leistung und die Reaktionsfähigkeit überwachen. Die meisten großen Unternehmen sind an diesem Punkt bereits angelangt, aber einige kleinere Unternehmen sind immer noch dabei, ihre Übergangslösungen in langfristig einsatzfähige Lösungen umzuwandeln.

Für Unternehmen, die noch mit Legacy-Anwendungen und Plattformen in Rechenzentren arbeiten, hat sich dies als problematischer erwiesen. Cloud-basierte Unternehmen hatten es zweifelsohne leichter, sich anzupassen.

Wenn Sie jedoch nicht auf eine alte Großrechneranwendung angewiesen sind, gibt es zahlreiche Plattformen und Produkte, mit denen Sie eine ausgewogene Lösung finden. In der Tat verbringen viele Unternehmen mehr Zeit mit der Planung und dem mühsamen Prozess, alternative Lösungen zu vergleichen, als mit der Implementierung der ausgewählten Technologie. Cloud-Plattformen machen all dies auch dem fachfremden Personal zugänglich. Bei mangelnder Vorsicht können jedoch irgendwann Management-Schwierigkeiten auftreten.

Natürlich sind Cloud-basierte Lösungen für die meisten Unternehmen nicht vollkommen neu. Die Cloud-Technologie ist ausgereift und die meisten Unternehmen verfügten bereits über eine Cloud-Strategie. Covid-19 hat diesen Prozess lediglich beschleunigt.

Die wichtigsten Erkenntnisse, mit denen Sie Ihr Unternehmen voranbringen

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um einen Blick zurückzuwerfen und einige Lehren aus dem letzten Jahr zu ziehen. Prüfen Sie, wie die Systeme genutzt werden und untersuchen Sie die von Ihnen gesammelten Daten wie z. B. Support-Tickets. Diese zeigen, was gut funktioniert, was verbessert werden kann und womit sich Benutzer besonders schwertun.

Des Weiteren sollten Sie die vorhandene Schatten-IT untersuchen. Verwenden Mitarbeiter Dropbox zum Teilen von Dateien, anstatt das vom Unternehmen bereitgestellte Cloud-Speicherportal zu nutzen? Wenn ja, sollten Sie die Gründe dafür herausfinden. Die beste Sicherheit wird durch anwenderfreundliche Systeme gewährleistet, die Mitarbeiter nutzen und nicht versuchen, zu umgehen.

Aber es geht nicht nur darum, Mitarbeiter zu überprüfen und Fehler in Systemen zu suchen. Es geht auch darum, die positiven Entwicklungen des letzten Jahres zu würdigen. Wir sollten daran arbeiten, die Flexibilität in Systemen beizubehalten, die es Menschen ermöglichen, ihre Arbeit zu erledigen und gleichzeitig Zeit zu haben, ihr Leben zu leben.

Zufriedene Mitarbeiter bringen mehr Leistung als jene, die gestresst sind oder Probleme haben, ihren Zeitplan einzuhalten. Wir können auch weiterhin unser Wissen erweitern und die besten Technologien nutzen, um diese Entwicklung voranzutreiben. Es gibt zweifellos Funktionen, die Sie noch nicht entdeckt haben bzw. die irgendjemand bereits verwendet und die für die gesamte Organisation von Nutzen sein könnten.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in TechRound.

Nach oben scrollen
Twittern
Teilen
Teilen