Sicherheitszentrierte MSPs

Die Wichtigkeit, sich auf Sicherheit zu konzentrieren

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Da seit dem letzten Jahr immer mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, hat die Bedeutung der IT-Sicherheit für Unternehmen zugenommen. Ohne die Sicherheit eines Büronetzwerks und der Firewalls des Unternehmens realisierten viele Organisationen schnell, dass ihre Ansätze in puncto Sicherheit und Data Protection äußerst veraltet waren. Die Bedrohung durch fehlende Infrastruktursicherheit wurde vor allem für die Organisationen immer ernster, die es ihren Mitarbeitern ermöglichten, von zu Hause oder von unterwegs aus zu arbeiten.

Dank bestehender Sicherheitskompetenz und -angeboten konnten MSPs ihren Kunden helfen, sich an diese neue Art der Arbeit anzupassen und gleichzeitig die Sicherheitsprofile der Unternehmen aufzurüsten. Daher könnte sich das Jahr 2021 sehr wohl als das Jahr der sicherheitsorientierten MSPs erweisen.

Ein Fokus auf die Sicherheit beinhaltet mehr als nur einen grundlegenden E-Mail-Schutz oder eine traditionelle Firewall. Sicherheitsorientierte MSPs vertreten eine andere Auffassung ihrer Geschäftsmöglichkeiten sowie ihrer Verantwortung in Bezug auf die Bereitstellung von IT-Sicherheitsservices. Der Erfolg eines MSPs wird an der Fähigkeit gemessen, die Sicherheitslage von Kunden kontinuierlich zu bewerten, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und auf Sicherheitsrisiken zu reagieren. Außerdem müssen sie sicherstellen, dass Daten geschützt sind – egal an welchem Ort sich diese befinden oder wofür sie verwendet werden.

Im Jahr 2020 war eine solche Sicherheitsstrategie für MSPs entscheidend, um Kunden erfolgreich zu unterstützen und profitabel zu bleiben. Da sich die Büros nun langsam wieder füllen, müssen MSPs im Jahr 2021 ihre Bemühungen verstärken, um die externen und hybriden Arbeitsumgebungen ihrer Kunden umfassend zu schützen.

So können MSPs den Fokus auf die Sicherheit lenken

Wie können MSPs dieses sicherheitsorientierte Betriebsmodell übernehmen? Hier sind einige Möglichkeiten:

  • Die Implementierung eines sicherheitsorientierten Tools für Fernüberwachung und -management (RMM). Ein RMM-Tool schafft eine solide Grundlage für die automatisierte Verwaltung der Sicherheitsanforderungen der Kunden und bietet gleichzeitig mehrstufige Sicherheitsangebote. Dadurch wird das Risiko menschlicher Fehler minimiert. Zudem können Zeit- und Kosteneinsparungen seitens der MSPs erzielt werden. MSPs können den Kundenstatus einfacher überwachen, während Sicherheitslösungen weiterhin potenzielle Bedrohungen im Hintergrund verringern.
  • Die Nutzung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Phishing und andere Arten von E-Mail-basierten Sicherheitsbedrohungen sind immer noch die Hauptursache für die meisten Datenschutzverletzungen. Bedrohungen und Betrugsmaschen haben sich so weit entwickelt, dass sie zu fortschrittlich sind, um von herkömmlichen E-Mail-Filtern aufgehalten zu werden. Mithilfe von KI-basierten Tools können subtilere Anomalien in der E-Mail-Kommunikation erkannt werden, wodurch Kunden vor diesen komplexen Angriffen geschützt werden. Gleichzeitig bieten diese Tools einen Grad an Automatisierung, der für verbesserte Reaktionszeiten und eine Reduktion der Backend-Arbeitskosten sorgt.
  • Sicherheitstrainings. Das schwächste Glied innerhalb der Kundennetzwerke wird immer der menschliche Risikofaktor sein. Durch regelmäßige Schulungen, die Bereitstellung von Informationen über gängige Bedrohungen sowie Phishing-Simulationen für Ihre Kunden können Mitarbeiter erkennen, welche Kunden möglicherweise zusätzliche Unterstützung benötigen. Schulungen zum Sicherheitsbewusstsein sind vor allem dann von entscheidender Bedeutung, wenn Mitarbeiter von zu Hause arbeiten. In einer solchen Arbeitssituation besteht eine größere Wahrscheinlichkeit, dass versehentlich Daten in öffentlichen Netzwerken preisgegeben werden. Zudem sind Mitarbeiter mit mehr Ablenkungsfaktoren konfrontiert und dadurch angreifbarer.
  • Ein datenorientierter Ansatz zur Sicherheit. Unternehmen verfügen aufgrund der derzeitigen Lage möglicherweise nicht über die vollständige Kontrolle darüber, wo und auf welchem Gerät auf sensible Daten zugegriffen wird. Mitarbeiter nutzen eventuell eine Kombination aus unternehmenseigener IT, privaten Computern oder Mobilgeräten. MSPs unterstützen ihre Kunden bei der Implementierung eines mehrschichtigen Sicherheitsansatzes, bei dem die Sicherung der Daten (unabhängig davon, von wo auf sie zugegriffen wird) und die Überprüfung der Identität des Benutzers im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet, dass sie Tools zum Schutz des Perimeters, des Netzwerks, des Endbenutzers und der Daten anbieten.
  • Verbesserung der Sicherheit – von präventiven zu proaktiven Angeboten.Cyberbedrohungen sind heutzutage raffinierter als je zuvor. Eine einzelne Schutzebene, die MSPs isoliert zum effektiven Schutz ihrer Kunden anwenden könnten, gibt es nicht. Es reicht nicht aus, präventive Sicherheitsservices anzubieten. MSPs müssen außerdem proaktive Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, wie etwa die Suche nach Cyberbedrohungen und nach einer Lösung, um diese zu beheben.

Für MSPs, die aus dem Jahr 2020 gelernt haben, bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, um ihre Präsenz bei bestehenden Kunden zu erweitern und neue Kunden zu akquirieren. Dazu müssen sie in der Zukunft einen sicherheitsorientierten Ansatz wählen. Eine Kombination aus mehrschichtiger Sicherheit, Transparenz und Automatisierung sorgt nicht nur dafür, dass Kundendaten und -netzwerke sicher und betriebsbereit bleiben. Managed-Services-Unternehmen können so auch ihren Umsatz steigern.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in Channel Futures.

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