Cudathon

Cudathon 2020: Ein neuer Innovationsansatz

Druckfreundlich, PDF & E-Mail

Im letzten Quartal des Jahres 2020 startete Barracuda seinen allerersten „Cudathon“ – eine Variation traditioneller Hackathons, die innovative Lösungen für eine breite Palette von Geschäftsproblemen anstoßen soll. Der Cudathon brachte 30 funktionsübergreifende Teams aus dem gesamten Unternehmen und der ganzen Welt zusammen, um Herausforderungen zu bewältigen und neue Ideen in drei verschiedenen Bereichen zu entwickeln: Kunden-/Partnererfolg, Vertrieb/Marketing und Produkt/Freestyle. Der Wettbewerb fand über drei Tage statt, die Bewertung durch eine Jury über eine Woche. Anfang Dezember präsentierten die Teams ihre Projekte den Juroren. Die Erstplatzierten aus jedem Bereich kamen Mitte Dezember in eine letzte Runde, in der die Gewinner des Hauptpreises kurz vor den Feiertagen bekannt gegeben wurden. (Herzlichen Glückwunsch an das Team EVA!)

Nach der Veranstaltung setzten wir uns mit COO Hatem Naguib zusammen, um darüber zu sprechen, wie der Cudathon zustandekam, was er bewirkt hat und was das Team im Verlauf gelernt hat.

Q&A mit COO Hatem Naguib

Hatem Naguib

Welche Rolle haben traditionelle Hackathons in der Vergangenheit bei Barracuda gespielt?

Hackathons sind seit Jahrzehnten Teil vieler Unternehmenskulturen in der Engineering-Branche. Barracuda hat seit seinen Anfängen Hackathons innerhalb von Engineering-Teams veranstaltet. Etwa ein Jahr nach meinem Einstieg haben wir einen produktübergreifenden Team-Hackathon durchgeführt. Die Ingenieure bilden Teams und nehmen ein produktbasiertes Projekt im Rahmen ihrer üblichen Arbeitszeiten in Angriff. Aus unserer Sicht ergeben sich zwei große Vorteile von Hackathons. Erstens ist es für die Moral unserer Ingenieure äußerst förderlich, da sie die Möglichkeit haben, ihre kreativen Muskeln spielen zu lassen und sozusagen ihre Batterien aufzuladen. Zweitens kann diese „ungebremste Kreativität“ dazu führen, dass Ideen entwickelt werden, die anschließend zu tatsächlichen Produktfunktionen werden.

Bei unserem ersten produktübergreifenden Hackathon erhielten wir von 10 Teams Einsendungen, wovon eine schließlich zu einer neuen Produktfunktion führte. Unser zweiter Hackathon hatte eine höhere Beteiligung. Ich glaube, das Ergebnis waren drei oder vier Funktionen, die in Produkte eingeflossen sind. Das Ganze ist eine großartige Möglichkeit, eine bestehende Roadmap zu erweitern. Hackathons können also nicht nur die Moral heben, sondern auch echte Innovationen vorantreiben. Oft haben Ingenieure nicht die Zeit zu experimentieren. Hackathons können den Teilnehmern die Zeit geben, sich zu konzentrieren und zu experimentieren, was in einem kurzen Zeitraum möglich ist. Oftmals ist das alles, was nötig ist, um Problembereiche anzugehen oder zu beurteilen, ob eine neue Technologie oder ein neues Tool bisher unlösbare Probleme lösen kann.

„Hackathons können also nicht nur die Moral heben, sondern auch echte Innovationen vorantreiben.“ ~ COO Hatem Naguib #innovationTwittern

HWas macht den Cudathon anders? Wie ist er entstanden?

Nachdem ich gesehen hatte, wie unsere ersten Hackathons liefen, fragte ich mich, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, die gleichen Vorteile auf das gesamte Unternehmen zu übertragen. Warum sollte nicht jeder die Möglichkeit haben, sich durch das Angehen und Lösen schwieriger Geschäftsprobleme in funktionsübergreifenden Teams gestärkt zu fühlen? Außerdem fragte ich mich, ob wir, da alle von zu Hause aus arbeiten, die Beteiligung durch den Remote-Zugriff erhöhen könnten? Welchen zusätzlichen Nutzen könnten wir erzielen, wenn wir Menschen aus verschiedenen Gruppen zusammenbringen? Ich wusste, dass die Organisation eine Herausforderung sein würde. Also habe ich einige wichtige Leute in ein Komitee geholt, um die Sache anzugehen. Dazu gehörten Fleming Shi, Tim Jefferson, Don MacLennan, Zach Levow und Christine Young.

Zu Beginn hatten wir eine bestimmte Reihe von betrieblichen, geschäftlichen und kundenspezifischen Problemen, aus denen die Teams wählen sollten. Hierzu bekamen wir aber sofort Feedback, vor allem von den Ingenieuren. Sie wollten nicht gesagt bekommen, was sie tun sollten, da dies nicht dem Geist eines Hackathons entsprach. Das veranlasste uns dazu, einen Schritt zurückzutreten und einen umfassenderen Plan zu erstellen, der eine Menge Absprachen zwischen den verschiedenen Teams beinhaltete.

Wir haben damit begonnen, jeden im Unternehmen zu bitten, ein Problem vorzuschlagen, das gelöst werden muss. Die Reaktion darauf hat mich einfach umgehauen. Wir erhielten mehr als 130 Einsendungen, in denen eine Menge Dinge aufgezeigt wurden, die verbessert werden könnten und sollten. Einige dieser Probleme stelle ich mir wie Narbengewebe vor, das sich bildet, wenn ein Unternehmen größer und komplexer wird. Es sind nicht nur Prozesse und Systeme, die nicht gut funktionieren. Es geht um Dinge, die wir schon immer so gemacht haben, sodass niemand versucht, sie zu verbessern. Wie sich herausstellte, waren viele Leute geradezu erpicht darauf, diese Probleme anzugehen und zu beheben.

Wir haben die Einreichungen kategorisiert, mit Preisen in jeder Kategorie, und sie ein wenig eingegrenzt. Anschließend haben wir die Mitarbeiter einfach gebeten, Teams zu bilden und sich etwas Zeit zu nehmen, um eine dieser Einreichungen in Angriff zu nehmen. Die Ergebnisse waren hervorragend. Es gab Teams, die Mitarbeiter aus der Rechtsabteilung, der Personalabteilung, dem Vertrieb, der Technik usw. zusammenbrachten. So fanden sie das nötige Talent und arbeiteten auf eine Art und Weise zusammen, die man selten sieht. Und das hat sich fortgesetzt. Der Cudathon ist zwar vorbei, aber viele dieser Teams arbeiten immer noch an ihren Projekten. Sie fühlen sich wirklich gut dabei, etwas zu verfolgen, das einen Unterschied macht.

„Es ist tatsächlich möglich, Silos aufzubrechen und funktionsübergreifende Teams dazu zu bringen, eng auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.“ ~ COO Hatem Naguib #teamwork #innovationTwittern

WWie sehen Sie die weitere Entwicklung von Cudathon?

Wir werden ihn auf jeden Fall wiederholen. Zunächst werden wir jedoch eingehend analysieren, was gut funktioniert hat und wo wir uns verbessern können. Zudem wir werden definitiv mehr reine Technik-Hackathons organisieren.

Eine große Lektion für mich ist, dass es tatsächlich möglich ist, Silos aufzubrechen und funktionsübergreifende Teams dazu zu bringen, eng auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Wenn das geschieht, können sie wirklich ganzheitlich über eine gegebene Herausforderung nachdenken, und zwar auf eine Art und Weise, die bessere Ergebnisse hervorbringt, als wenn man sie nur aus einer Perspektive angeht. Ich bin mir nicht sicher, ob es so gut gelaufen wäre, wenn wir wegen der Pandemie nicht alle per Remote-Zugriff gearbeitet hätten. Allein die Tatsache, dass jeder von uns im selben Boot sitzt, egal in welcher Funktion, hat meiner Meinung nach eine Basis gemeinsamer Erfahrungen geschaffen, die das Überwinden von Barrieren begünstigt.

Zusammenfassend möchte ich nur sagen, dass ein großes Unternehmen Prozesse und Regeln und ein gewisses Maß an Aufsicht (Bürokratie) haben muss, um zu funktionieren. Aber das kann manchmal einschränkend sein. Es ist sehr wertvoll, dies ab und zu für kurze Zeit beiseite zu lassen und einfach die natürliche Kreativität und die Fähigkeit der Menschen, sich selbst zu organisieren und zusammenzuarbeiten, zu entfesseln. Nach dieser Erfahrung kann ich sagen, dass ich noch nie so stolz auf Barracuda war, auf seine „Can-do“-Kultur, auf die Menschen, die Barracuda zu dem machen, was es ist, und auf die Führungskräfte, die sich dafür eingesetzt haben, dass der Cudathon ein Erfolg wurde.

Möchten Sie auch Teil des Barracuda-Teams werden? Sehen Sie sich jetzt unsere aktuell verfügbaren Stellen an.

Nach oben scrollen
Twittern
Teilen
Teilen