Umfrage zu den Sicherheitsherausforderungen infolge einer Pandemie

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Die normale Ermüdung, die bei unterbesetzten Cybersicherheitsteams auftritt, hat sich infolge der COVID-19-Pandemie stark erhöht, da immer mehr Warnungen über verschiedene Sicherheitsplattformen verzeichnet werden.

Da jetzt mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, hat sich die Anzahl von Cybersicherheitszwischenfällen, die untersucht werden müssen, natürlich erhöht. Aus einer von der Forschungsfirma CyberEdge Group durchgeführten globalen Umfrage unter 600 IT-Sicherheitsexperten geht hervor, dass 73% aller Befragten höhere Risiken durch Dritte bei ihren Partnern und Zulieferern verzeichnet haben. Mehr als drei Viertel (77%) suchen nach Technologien, die sie bei der Automatisierung des Umgangs mit Risiken im Zusammenhang mit Dritten unterstützen, und 43% geben an, dass sich ihre Investitionen in diesem Bereich erhöht haben.

Da jetzt mehr Mitarbeiter im Rahmen stark dezentralisierter Supply-Chains von zu Hause aus arbeiten, hat sich laut des Berichts die Anzahl von Warnungen, die über verschiedene Sicherheitsplattformen verzeichnet werden, drastisch erhöht. Die einzelnen Zulieferer und Partner generieren entlang der gesamten Supply-Chain mehr Sicherheitswarnungen als je zuvor, da in jedem Unternehmen Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Durch diese Warnungen intensiviert sich ein chronisches, seit Langem bestehendes Cybersicherheitsproblem. Dem Bericht zufolge gab mehr als die Hälfte aller Befragten (53%) an, dass Cybersicherheitsteams bereits vor Beginn der Pandemie unterbesetzt waren.

Höhere Sicherheitsbudgets

Positiv zu vermelden ist laut dem Bericht, dass 54% aller Umfrageteilnehmer ihre Budgets für den IT-Sicherheitsbetrieb zur Mitte des Jahres im Schnitt um 5% erhöht haben. Nur 20% aller Unternehmen senkten ihre IT-Gesamtausgaben infolge des durch die Pandemie hervorgerufenen wirtschaftlichen Abschwungs. Mehr als zwei Drittel aller Unternehmenssicherheitsteams (67%) sahen sich jedoch zu vorübergehenden Personalkosteneinsparungen gezwungen. Dies wurde durch Einstellungsstopps (36%), eine vorübergehende Kürzung von Arbeitsstunden (32%) sowie vorübergehende Beurlaubungen (25%) erreicht. Nur 17% mussten Mitarbeiter entlassen.

Mehr als drei Viertel aller Befragten (78%) gaben an, dass sie durch Zertifizierungen für IT-Sicherheitsexperten besser in der Lage sind, mit pandemiebedingten Herausforderungen umzugehen.

Die Budgetaussichten für das kommende Jahr sehen rosiger aus: Fast zwei Drittel aller Befragten (64%) haben laut dem Bericht vor, ihr Budget für den Sicherheitsbetrieb zu erhöhen – im Schnitt um 7%. Unternehmen haben vor, ihr Budget für Sicherheitsschulungen und -zertifizierungen im Schnitt um 6% zu erhöhen, so der Bericht weiter.

Aus der Umfrage geht hervor, dass im Schnitt 24% aller Unternehmensmitarbeiter vor der Pandemie die Möglichkeit hatten, ganz, teilweise oder punktuell von zu Hause aus zu arbeiten. Jetzt können den Umfrageteilnehmern zufolge im Schnitt 50% aller Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Interessanterweise sagen 81% aller IT-Sicherheitsexperten, dass sie gerne von zu Hause aus arbeiten. Wenn ein Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt wurde und die Pandemie vorbei ist, möchten 48% von ihnen teilweise und ein Drittel (33%) sogar ausschließlich weiter von zu Hause aus arbeiten.

Bewältigung von pandemiebedingten Sicherheitsherausforderungen

Die drei am häufigsten von den Umfrageteilnehmern genannten Herausforderungen sind ein höheres Volumen an Bedrohungen und Sicherheitszwischenfällen, unzureichender Remote Access bzw. unzureichende Virtual Private Network (VPN)-Kapazitäten sowie höhere Risiken aufgrund von nicht verwalteten Geräten.

Aus der Umfrage geht hervor, dass sich Unternehmen infolgedessen bei der Sicherheitsverwaltung immer mehr der Cloud zuwenden. Drei Viertel aller Befragten (75%) gaben eine stärkere Präferenz für Cloud-basierte Sicherheitslösungen an. Im Zuge der Verlagerung von mehr Workloads in die Cloud sind die wichtigsten drei Technologieinvestitionen zur Bewältigung pandemiebedingter Herausforderungen Cloud-basierte Secure Web Gateways (SWG), Cloud-basierte Firewalls der nächsten Generation (NGFW) sowie Cloud-basierte Secure E-Mail Gateways (SEG).

Unternehmen investieren zudem in Virenschutz (AV)-Software, Tools für die mobile Geräteverwaltung (MDM) sowie Netzwerkzugangskontrolle, so der Bericht.

Aus der Umfrage geht ganz klar hervor, dass sich Cybersicherheitsteams an die neue Normalität anpassen – mal besser, mal schlechter. Weniger klar ist, wie es um den Erfolg dieser Maßnahmen bestellt ist, da auch Cyberkriminelle sich an die neuen, durch COVID-19 hervorgerufenen Gegebenheiten anpassen.

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