Neuer Lösegeld-Angriff zielt auf K-12 Lehrer

Druckfreundlich, PDF & E-Mail

Ein neuer Tag, eine neue COVID-bedingte Betrugsmasche. Neuerdings nehmen Cyberkriminelle Schulen ins Visier und geben sich als Eltern aus, die Hausaufgaben an Lehrer schicken. Unter dem Vorwand, das Kind komme mit dem Online-Unterrichtsportal nicht zurecht, schickt das vermeintliche Elternteil eine E-Mail mit Anhang an den Lehrer. Bei Betreffzeilen mit dem Inhalt „Hochladen der Hausaufgabe fehlgeschlagen“ o. ä. ist unbedingt Vorsicht geboten.

Wenn auf dem Gerät des Empfängers Makros aktiviert sind, lädt der Anhang ausführbare Dateien herunter, die „cryptme“-Ransomware installieren. Diese verschlüsselt die auf dem Gerät gespeicherten Dateien, ergänzt die Dateierweiterung „.encrypted“ und platziert eine Lösegeldforderung auf dem Desktop.

Von der schlagartigen Umstellung auf Fernunterricht waren viele Schulbezirke überfordert. Der Auf- bzw. Ausbau der einschlägigen Kapazitäten gestaltete sich besonders in Gegenden schwierig, in denen viele Schülerinnen und Schüler zu Hause weder über eine geeignete Internetverbindung noch die entsprechenden Geräte verfügten. Familien, die sonderpädagogische Leistungen in Anspruch nehmen, waren nicht in der Lage, die erforderlichen Mittel zur Erfüllung ihrer individuellen Lehrpläne zu erhalten. Überfordert waren auch viele Eltern, die ihre Kinder in der virtuellen Schule zu Hause beaufsichtigen mussten. Selbst wenn Schülerinnen und Schüler zu Hause Hilfe und Zuwendung erhalten, fielen ihre Leistungen in vielen Fällen ab.

Schulausfälle wegen Ransomware

Zusätzlich zu den Schwierigkeiten, die bei einer massiven und plötzlichen Umstellung auf Hausunterricht (oder gar keinen Unterricht) zu erwarten sind, mussten sich die Sicherheitsbeauftragten der Schulen auch noch mit Cyberattacken wie diesem Cryptme-Betrug befasst. So mussten die Schulen in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut den ersten Unterrichtstag in diesem Jahr aufgrund eines Ransomware-Angriffs auf das von der Schule gemeinsam genutzte Stadtnetz verschieben. Weniger als 50 Meilen entfernt im Nachbarstaat Massachusetts führte ein Ransomware-Angriff dazu, dass die Schulen in Springfield zwei Tage lang geschlossen blieben

Diese Schwierigkeiten können weitreichende, langfristige Schäden verursachen. Ein von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veröffentlichter Bericht kommt zu folgenden Ergebnissen:

Im Durchschnitt beliefen sich die Lernverluste durch COVID-19-bedingte Schulschließungen für Schülerinnen und Schüler in den USA je nach Bundesstaat auf vier Monate bis über ein halbes Schuljahr. Unter der Annahme eines Lernverlustes von einem Drittel des Schuljahres schätzen die Autoren des Berichts, dass die betroffenen Schüler und Schülerinnen im Durchschnitt mit einem um mindestens 3 % geringeren Lebenszeitverdienst rechnen können. Je länger der Lernverlust, desto größer wird diese Zahl. Am schlimmsten sieht die Lage für Schüler und Schülerinnen aus unterprivilegierten Verhältnissen aus.  

Schätzungen zufolge werden die Schulschließungen das künftige BIP der USA um 1,5 % reduzieren. Dies entspricht einem nominalen wirtschaftlichen Gesamtverlust von 14,2 Billionen USD im Laufe der nächsten 80 Jahre.

Die Pandemie hat Bildungseinrichtungen vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, und opportunistische Kriminelle machen ihnen das Leben zusätzlich schwer. Ein vielschichtiger Ansatz zur Cybersicherheit bietet den effektivsten Schutz vor solchen Angriffen. Barracuda-Kunden profitieren von erstklassigem Ransomware-Schutz für alle Bedrohungsvektoren, einschließlich Schulungen zur Stärkung des Risikobewusstseins für Mitarbeiter

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