E-Commerce

Die Nachteile der digitalen Unternehmenstransformation

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Trotz der virulenten COVID-19-Pandemie schaffen die meisten Unternehmen Gelegenheiten zur Umsatzgenerierung, indem Sie sich digitale Technologien zunutze mache und Kunden online ansprechen. Dies bringt jedoch neue Probleme für die Wahrung der Cybersicherheit mit sich, denn Cyberkriminelle verfolgen diese Entwicklung ganz genau.

Eine von der Electronic Transactions Association und der Strawhecker Group durchgeführte Umfrage unter 173 KMUs ergab, dass acht von zehn dieser Unternehmen, die während der COVID-19-Pandemie punktuell geschlossen hatten, nun in irgendeiner Form wieder verkaufsoffen sind. Laut der Umfrage steht die Mehrheit der KMUs (55%) ihrer Wiedereröffnung optimistisch gegenüber.

Aus der Umfrage geht auch klar hervor, dass E-Commerce eine wichtigere Rolle denn je spielt. E-Commerce-Verkäufe nahmen bei fast 40% der befragten KMUs zu, wobei die meisten einen Anstieg von 10% oder mehr verzeichnen konnten. Aus der Umfrage ging auch hervor, dass 64% der KMUs in dieser schwierigen Phase einen zusätzlichen Vertriebskanal hinzugefügt oder neue Vertriebstaktiken eingeführt haben. Mehr als die Hälfte (52%) der befragten KMUs benutzen E-Commerce- oder andere Online-Lösungen, und 50% arbeiten mit einem Lieferdienst oder mobilen Service zusammen.

Darüber hinaus nahm das kontaktlose Bezahlen und die Nachfrage dafür bei 48% der KMUs, die Debit- und Kreditkartenzahlungen akzeptieren, deutlich zu.

Insgesamt gaben 61% der befragten KMUs an, dass sie ihre Dienstleistungen während der Pandemie in irgendeiner Weise herunterfahren oder einstellen mussten. Von den 40% der KMUs, die während der Pandemie geschäftsfähig blieben, gibt die Mehrheit an, jetzt ohne Einschränkungen geöffnet zu haben, was zwischen März und Mai nicht der Fall war. Die Mehrheit dieser KMUs (77%) sind jetzt unter Einhaltung der Maskenpflicht und der Social-Distancing-Bestimmungen geöffnet und arbeiten mit Einschränkungen.

Unerwünschte Aufmerksamkeit von Cyberkriminellen

Es ist nicht verwunderlich, dass die Zunahme von digitalen Unternehmenstransformationen Cyberkriminelle auf den Plan ruft. Sift, ein Anbieter von Sicherheitstools für den E-Commerce-Bereich, konnte 15Betrüger aus Russland identifizieren (heute als Bargain Bear bekannt), die identische IP-Adressen benutzten und gefälschte Listings auf einem E-Commerce-Marktplatz veröffentlichten, um Dutzende Kreditkarten und digitale Wallets zu testen.

Aus dem Bericht von Sift kann entnommen werden, dass die Mitglieder dieses Betrügerrings einander mittels gefälschten Produkteinträgen Produkte „verkauften“, um gestohlene Daten zu überprüfen. Durch das Feilschen untereinander wurde ein Anschein der Legitimität erweckt. Mit diesem betrügerischen Plan konnte Bargain Bear Zahlungsinformationen testen und mit der Zeit immer teurere Käufe tätigen. Der Betrugsversuch zielte auch darauf ab, die Legitimität von Bargain Bear auf dem Markt zu stärken, indem der „Käufer“ positive Rezensionen hinterließ, die, wie jetzt bekannt ist, gefälscht waren.

Solche Machenschaften sind nicht unbedingt neu. Viele KMUs unterschätzen jedoch das Ausmaß solcher Betrugsfälle in digitalen Marktplätzen. In einer Zeit, in der sich KMUs für ihr Geschäftswachstum vermehrt auf ihre Websites verlassen, ist ein entsprechenden Anstieg der Einnahmen absehbar, die über diesen Vertriebskanal fließen. Je mehr Einnahmen über eine Website fließen, desto wahrscheinlicher ist es aber auch, dass die Website Betrüger anzieht, die zum Beispiel Kreditkartennummern stehlen wollen.

Wir können zurzeit nicht einschätzen, wie lange es dauern wird, bis KMUs diese heimtückische Art der Bedrohung ganz begreifen und gegen sie vorgehen. Es könnte sogar sein, dass Projekte zur digitalen Unternehmenstransformation von KMUs aufgrund von Sicherheitsproblemen ins Stocken geraten. Wie dem auch sei, Experten in Sachen Cybersicherheit müssen sich auf diesen Ansturm vorbereiten, um KMUs helfen zu können. Denn diese Herausforderungen im Hinblick auf die Cybersicherheit werden nicht verschwinden.

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