Einzelhändler aufgepasst: Coronavirus-Betrugsmaschen überall

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Die National Retail Federation (NRF) hat mehrere Updates zu den Auswirkungen veröffentlicht, die das Coronavirus (COVID-19) auf Kunden und Arbeitnehmer in Lieferketten und Einzelhandelsstandorten haben kann. Neben den NRF-Updates erhalten viele Unternehmen damit zusammenhängende Mitteilungen von der US-Seuchenschutzbehörde (Centers for Disease Control, CDC), dem US-Außenministerium und mehreren anderen Regierungsbehörden. Noch mehr Nachrichten können von Unternehmens-Netzwerken, Familienmitgliedern und Freunden kommen.

Es gibt viele Arten von humanen Coronaviren, aber COVID-19 ist ein neues Virus, das bisher noch nicht beim Menschen beobachtet wurde. Laut Daten, die von Johns Hopkins CSSE zusammengestellt wurden, gibt es derzeit weltweit über 91.000 bestätigte Fälle.  Wie Sie sich vorstellen können, gibt es eine Vielzahl von E-Mail-Nachrichten und Websites, die Informationen über COVID-19 verbreiten.

Coronavirus-Karte

Aufgrund dieser überwältigenden Menge an Informationen, die Sie per E-Mail und über andere Kanäle erhalten werden, ist es ein guter Zeitpunkt, sich über Phishing und Malware-Angriffe auf den neuesten Stand zu bringen. Kriminelle sehen in jeder Tragödie eine Gelegenheit, und das ist auch in diesem Fall nicht anders. Bislang haben wir eine Handvoll Angreifer gesehen, die sich als Autoritäten ausgaben und das Coronavirus als Grundlage für ihren Betrug nutzen.

Einige der häufigsten Betrugsmaschen sind falsche Heilmittel und fingierte Spendenaufrufe. Die Weltgesundheitsorganisation und das Better Business Bureau haben vor beiden gewarnt. Derzeit gibt es keine von der US Food and Drug Administration zugelassenen Impfstoffe, und wenn ein Heilmittel oder Impfstoff verfügbar wird, sollten Sie wahrscheinlich nicht versuchen, über einen E-Mail-Link oder eine Website in seinen Besitz zu kommen. Diese Betrügereien beschränken sich zudem nicht nur auf E-Mails. Angreifer könnten versuchen, Sie mit einem Telefonanruf, Text, Fax oder anderen Methoden zu betrügen.

Kriminelle verwenden COVID-19 auch im Rahmen von Malware-Angriffen. Eine Spam-Kampagne mit Coronavirus-Bezug verwendete bösartige Makros in Microsoft-Office-Anhängen, die den Emotet-Trojaner auf den Desktop herunterluden. Diese Kampagne missbrauchte die Identität einer Wohltätigkeitsorganisation für behinderte Menschen und richtete sich an Nutzer in Japan. Bei neueren Angriffen, bei denen die Identität der CDC missbraucht wird, werden die USA und Großbritannien neben Emotet mit mehreren Arten von Bedrohungen gespammt.

Angreifer benutzen das #Coronavirus #COVID19, um Menschen dazu zu verleiten, falsche Heilmittel zu kaufen oder #Malware herunterzuladen. Geben sie sich bei ihren Betrügereien als Ihre Marke aus? #retail #supplychain #DMARCTwittern

Bei den Angriffen, die wir bisher erwähnt haben, gingen wir davon aus, dass der Angreifer sich als eine andere Autorität ausgibt, während er versucht, Sie zu täuschen. Als Einzelhändler müssen Sie aber auch auf die Möglichkeit vorbereitet sein, dass ein Angreifer versucht, sich als Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen auszugeben, um andere zu täuschen. Wenn Sie Arzneimittel oder Gesundheitsprodukte anbieten, ist dies der perfekte Zeitpunkt für einen Angreifer, sich für Sie auszugeben.

COVID-19 kann Ihr Unternehmen in Form längerer Schließungen von Lieferanten, Reiseverzögerungen oder im schlimmsten Fall durch einen lokalen Ausbruch treffen. Es kann außerdem Schäden in Form von Malware-Angriffen, die Ihr Netzwerk und Ihre POS-Systeme infizieren, oder Phishing-Betrugsmaschen verursachen, die Sie Tausende von Dollar kosten.

Die FTC-Verbraucherwarnung zu Coronavirus-Betrügereien enthält eine Handvoll Tipps, wie Sie sich vor diesen Betrügereien schützen können. Barracuda bietet darüber hinaus Cybersicherheitslösungen für den Einzelhandel an, die Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter vor Malware, Brand Impersonation-Angriffen und mehr schützen.

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